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07.10.2018 ⇒ FC Portugiesen I – SC Reute I 1:2 (0:0)

Kein Sieg in Sicht

Die Anfangseuphorie der Saison ist schnell verflogen und nun stellt sich der alte Schlendrian ein, der zum Abstieg geführt hat. Die Portugiesen spielen mit dem Gegner mit, aber oft vermisst man den Zug im Spiel nach vorne oder die Aggressivität im Zweikampf. Auch wenn der Platz für manchen Abspiel- oder Annahmefehler verantwortlich ist, stehe ich doch auf dem Platz, um zu gewinnen.

Die Reutemer, obwohl keine Übermannschaft, hatten in der ersten Hälfte ein deutliches Mehr an Chancen und es war nur dem Unvermögen der Gäste oder dem Glück und stellenweise auch der Abwehr zu verdanken, dass die Gäste zur Pause nicht mit drei Toren in Führung lagen. In der fünften Minute klärte Guido nach ersten Patzern auf der Linie. Fünf Minuten später tat es ihm ein Verteidiger des Gegners nach, als Timo den Torwart überlupft hatte, der Verteidiger den Ball aber noch vor dem Überqueren der Linie wegschlagen konnte. Mitte der ersten Halbzeit eine Riesenchance für den farbigen Goalgetter der Gäste; nach einem Steilpass kommt er im Strafraum an den Ball, doch statt zu chippen oder eine Körpertäuschung zu versuchen, donnert er das Leder am Pfosten vorbei (22.). Und wiederum nur fünf Minuten später schoss ein Gästeangreifer aus acht Metern links am Tor vorbei. Nach einer halben Stunde eine ungewohnte Szene von Naim: er fand sich im Angriff wieder und köpfte eine Flanke knapp neben das Tor. In der 38. Minute schien das Glück aufgebraucht: auf der linken Seite setzte sich ein Stürmer gegen drei zaghafte Verteidiger durch. Doch sein Kollege schaffte es in der Mitte die Hereingabe aus zwei Metern über das Tor zu heben. Fast hätte Timo die Gäste bestraft, doch nach einem schönen Wechsel traf er in der 40.Minute auch nur über das Tor.

Das Zielwasser war wohl abgestanden, in der 50. Minute ging ein weiterer Versuch der Gäste über das Tor. Direkt im Gegenzug verpasste Deks mit einem Kopfball das Gehäuse. Nach einer Stunde klärte Flo zweimal hervorragend gegen die Stürmer, erst holte er einen Flachschuss von rechts aus der Ecke, dann klärte er den zweiten Versuch von links auf der Linie zur Ecke indem er den Ball gerade noch so wegboxen konnte. Und dann schien der alte Spruch „wenn du sie vorne nicht machst, kriegst du sie hinten rein“ auf den Gegner zuzutreffen. Nach einem tollen Pass von Naim in die Schnittstelle, nahm Timo den Ball gut mit und lupfte diesen über den Keeper zum 1:0 in die Maschen. Verkehrtes Spiel, doch die Freude währte nur kurz. Denn bei einem langen Ball in den Sechzehner kam Flo aus seinem Kasten. Er versuchte vor dem Stürmer den Ball wegzuschlagen, doch der schlechte Platz ließ den Ball unerwartet aufhüpfen und der Stürmer konnte den Ball behaupten und zum Ausgleich ins leere Tor einschieben. Mit einem Punkt hätten wir an diesem Sonntag gut leben können. Dann versuchte die Mannschaft, doch noch einen Dreier einzufahren. Ein guter Angriff in der 86. Minute brachte auch die Möglichkeit zum Treffer, doch die Abwehr konnte zur Ecke klären. Diese kam herein, und da die Angreifer nicht gestaffelt standen, konnten die Reutemer von der eigenen Sechzehnergrenze einen Konter starten. Dieser entwickelte sich über die rechte Seite, während in der Mitte des Feldes ein Stürmer mitlief. Die Zuschauer sahen das Unheil kommen und versuchten die Mannschaft auf den freien Mann aufmerksam zu machen. Vergebens. Der Pass kam herein und der freie Mann hatte wenig Probleme, den Ball im Tor unterzubringen. Wieder eine bittere Niederlage, aber wenn der beste Mann auf dem Platz der Schiri war ist das leider auch schon ein Statement zur abgerufenen Leistung. Auch Verletzungspech kann ich nicht gelten lassen. Wenn ein Spieler fehlt, dann muss ein anderer in die Bresche springen.

 

15.09.2018 ⇒ SV Waldkirch II –FC Portugiesen I 2:1 (0:1)

Am Ende fehlt das Quäntchen Glück

Nach dem schwachen Auftritt gegen Heuweiler war die Mannschaft in Waldkirch zumindest chancenmäßig wieder gut unterwegs. Doch außer einem Treffer von Didi sprang in Hälfte eins nicht mehr heraus gegen einen Gegner, dem nicht unbedingt anzusehen war, dass es sich um eine Verbandsliga-Reserve handelt.

Nach dem Wechsel hätten die Portos auf 2:0 erhöhen können, doch die Chance wurde nicht genutzt und fast im Gegenzug glichen die Waldkircher aus (51.). Das war bitter, doch nach einer Stunde kam es noch schlimmer: Mit einer simplen Körpertäuschung ließ derselbe Stürmer den Verteidiger aussteigen und traf mit einem Schuss von halblinks an den Innenpfosten, von wo der Ball zur Führung der Heimelf ins Tor sprang. Die Portos waren ob des unglücklichen Spielverlaufs geschockt und brauchten einige Zeit, bis sie wieder ins Spiel fanden. In der letzten Viertelstunde erarbeiteten sie sich eine Vielzahl von Möglichkeiten, doch der Torwart oder das Aluminium verhinderten den Ausgleich. Zuerst war es John, der über den linken Flügel nach vorne stürmte und dessen Schuss aus 12 Metern am Pfosten landete. Nur wenig später setzte sich John wieder auf links durch, legte quer auf Didi, der einen Lupfer über den Torwart versuchte, aber dieser konnte abwehren. Dann wieder John mit einem Kopfball neben das Gehäuse, vielleicht hätte er den Ball annehmen sollen. Kurz vor dem Abpfiff versetzte Didi im Strafraum einen Verteidiger, hatte den Ball auf dem richtigen Fuß, doch sein Schuss ging am Dreieck vorbei. Und nur wenige Sekunden später verlängerte er eine Hereingabe mit dem Hinterkopf aufs Tor, wieder verhinderte das Alugestänge den Ausgleich, den Abpraller konnte der Torwart aufnehmen. Der Schiri ließ einige Minuten nachspielen, doch am Ende wollte das Runde nicht mehr ins Eckige und so stand eine weitere ärgerliche Niederlage zu Buche.

 

9.09.2018 ⇒ FC Portugiesen I – DJK Heuweiler I 2:5 (2:2)

Viele Tore, viele Chancen, viel Frust

Nach sieben Punkten aus drei Spielen ging die Mannschaft locker in das Spiel gegen die schwächer als gewohnt gestarteten Heuweilermer. Zu locker, wie sich bald herausstellen sollte. Schon in der vierten Minute gab es den ersten Hinweis, als ein Kopfball der Gäste an der Querlatte landete nach unzulänglicher Verteidigung. Auch bei weiteren Angriffen schien die Abwehr indisponiert, zunächst noch ohne Folgen. Im Gegenteil: Nach zwanzig Minuten bekommt Luis eine Flanke im Strafraum, umspielt seinen Gegner und vollendet flach zur Führung für die Portos. Läuft, dachten da wohl einige. Doch innerhalb von fünf Minuten schlugen die Gäste nicht nur zurück, sondern gingen sogar in Führung. Zunächst ließen die Roten Goalgetter Bonadio allein im Strafraum. Von halbrechts traf er mit einem satten Schuss ins Dreieck (22.). Und nur zwei Minuten kam ein langer Pass durch die Mitte zu einem Gästestürmer. Der Verteidiger konnte ihn nicht vom Ball trennen, ein Foul hätte zur roten Karte geführt. So setzte sich der Stürmer durch und traf mit einem Flachschuss aus 12 Metern zum 2:1 für Heuweiler. Und nach einer halben Stunde hatten sie den nächsten Treffer auf dem Fuß, der Schuss ging knapp am Pfosten vorbei. Bei der nächsten Chance war der Stürmer zu hastig und traf über das Tor, er hätte sich besser positionieren können. Dann glich Luis mit einer feinen Einzelleistung aus, sprichwörtlich aus heiterem Himmel. Eine Kerze nahm er technisch brillant an, der Ball klebte am Fuß, das können nicht viele Spieler in höheren Klassen. Er ging am Verteidiger vorbei und traf flach zum 2:2. Dabei blieb es bis zur Pause, obwohl die Gäste noch eine große Chance hatten. Erst konnte ein Verteidiger zur Ecke blocken, dann rettete Albo nach der Hereingabe.

Doch auch nach dem Wechsel setzte sich die pomadige Spielweise der Portos fort. Heuweiler ging engagierter zu Werke und gewann die Zweikämpfe oder erzwang schlechte Abspiele, so dass die Angriffe der Portugiesen nicht gefährlich wurden. So war es nicht verwunderlich, dass die Gäste nach einer Stunde in Führung gingen, wieder begünstigt durch schlafmützige Abwehrarbeit. Das Spiel plätscherte vor sich in und bei den Zuschauern schwand die Hoffnung auf einen Punktgewinn, bis Luis zehn Minuten vor Schluss wieder für Belebung sorgte: aus 25 Metern zog er ab und verfehlte das Tor nur knapp. Und zwei Minuten später gab es einen guten Angriff, bei dem Riccardo in Schussposition gebracht wurde, aber links am Ziel vorbeitraf. Dann ein Freistoß, der im Strafraum zum Querschläger und dann auf der Linie geklärt wird. Und kurz vor Ende der regulären Spielzeit versuchte es Luis noch einmal erfolglos mit einem Fernschuss. Damit war die Schlussoffensive der Portos verpufft und das Spiel schien gelaufen. Doch dann trafen die Gäste noch zwei Mal in der Nachspielzeit und aus einem mäßigen Auftritt wurde ein grottiger. Bezeichnend das 2:4, als ein Freistoß für die Portos kurz ausgeführt wird und verloren geht. Wenn es einen Zeitpunkt im Spiel für Langholz gibt, dann doch die Nachspielzeit wenn man hinten liegt. Das 2:5 ist ein echter Rückschritt nach der guten Leistung gegen Sexau, als hätte die Truppe in einer Woche das Fußballspielen verlernt. Zumindest die kämpferische Einstellung war definitiv abhanden gekommen.

 

01.09.2018 ⇒ FC Portugiesen I – SV Sexau I 2:2 (1:1)

Alves vs. Alves und ein bißchen Pinto ist auch dabei

Bei den Portugiesen geht es noch etwas familiärer zu als bei anderen Teams und jetzt war sogar der Gegner einbezogen. Wir freuten uns über die Rückkehr von Sergio und Luca Schiavelli, die nun für den FC Sexau spielen und nach vier Auftaktsiegen mit breiter Brust in Tiengen einliefen. Aber auch die Portos hatten nach zwei Siegen und mit einem größeren Kader Selbstvertrauen. Das zeigte sich schon nach zwei Minuten, als ein Kopfball von einem Sexauer von der Linie geschlagen werden konnte. Doch die Gäste zeigten bald, warum sie letzte Saison Dritter geworden waren. Sie setzten die Portos früh unter Druck und waren clever, wenn es darum ging, ein Foul zu ziehen. So gab es nach acht Minuten einen Freistoß von halbrechts, der hoch in den Strafraum kam und vom Stürmer gegen die Laufrichtung von Albo ins Dreieck geköpft wurde. Nach einer Viertelstunde verzog Luca eine Direktabnahme über das Tor. Nur wenig später fast eine Kopie des Führungstreffers: ein Freistoß von halblinks kann Luis auf das Tor köpfen. Der Torwart ist geschlagen, doch Rene will sicher gehen und drückt den Ball über die Linie. Unnötig wie Luis später befand, er wäre auch so reingegangen. Die Partie wurde sehr intensiv geführt, auch auf den Rängen. Doch bis zur Halbzeit fielen keine Treffer mehr.

Dafür ging die zweite Halbzeit furios los. Nach einer Ecke schraubte sich Luis hoch und traf mit einem starken Kopfball zur 2:1 Führung der Portos (50.). Doch diese hielt nur fünf Minuten. Bei einem Diagonalpass schlug Patrick unter dem Ball durch, der Platz hat trotz des Regens immer noch seine braunen Flecken und Tücken. Hinter ihm stand ein Stürmer, der aus abseitsverdächtiger Position zum Ausgleich traf. In Halbzeit zwei überwog der Kampf, lediglich kurz vor Schluss hatte Sexau eine Doppelchance, die Albo und der Pfosten zu Nichte machten. So stand am Ende ein leistungsgerechtes Unentschieden. Pelo menos os pontos ficaran na familha.

 

24.08.2018 ⇒ FC Gutach Bleibach I –FC Portugiesen I 2:4 (1:0)

Gebrüder Grimm entscheiden das Spiel

Nach dem ersten Saisonsieg gegen St. Peter ging es am Samstagnachmittag gegen Gutach-Bleibach. Der Kader war aufgrund verletzungs- und urlaubsbedingter Ausfälle stark geschwächt. Marc Grimme ersetzte unseren Topscorer Luis in der Startelf. Ebenfalls musste die Dreierkette um unseren Kapitän Patrick Lopes umgebaut werden. Sebastian Hug und Patrick Niegot rückten ins Team. Um 16 Uhr pfiff der Schiedsrichter bei nasskaltem Wetter die Partie auf dem Kunstrasen in Gutach an. In der Anfangsphase tasteten sich beide Teams gegenseitig ab. Durch einfache Bälle in den eigenen Reihen wollten sich unsere Jungs auf dem Platz Sicherheit holen. Doch dies ging nach wenigen Minuten fast schief. Nach einem Rückpass auf Alberto versuchte dieser den anlaufenden Stürmer der Heimmannschaft zu überspielen. Der Ball knallte gegen den Kopf des Stürmers und zum Glück auch neben das Tor. Kurz darauf brachten wir uns nach einem weiteren Rückspiel wieder in Gefahr. Doch die Heimmannschaft konnte die anfänglichen Unsicherheiten unserer Mannschaft nicht bestrafen. Im Anschluss übernahm unser Team die Spielkontrolle und spielte die erste gute Chance heraus. Nach einem Pass in die Gasse tauchte Marc Grimme alleine vor dem Gutacher Torhüter auf. Doch dieser konnten im letzten Moment den Ball abwehren. Auch nach einem Eckball von Timo wurde es gefährlich. Die Heimmannschaft konnte die Hereingabe nicht klären. Unser Kapitän Patrick kam zum Abschluss und nach einem Ping-Pong Ball im Fünfmeterraum konnte der Keeper der Gutacher den Ball vor der Linie mit der Hacke klären. Es folgten weitere Chancen für unsere Mannschaft doch das Tor wollte nicht fallen. Beide Teams wollten nun mit dem Unentschieden in die Halbzeit gehen. Doch dann schlug Gutach zu. Mit einem Ball durch die Schnittstelle auf links außen lief der Spieler mit der Nummer 18 auf Alberto zu. Sein Schlenzer ins lange Eck war unhaltbar und es stand 1:0.

Die Einwechslung von John Grimme zur 2. Halbzeit brachte die Wende. Kurz nach Wiederanpfiff köpfte John den Ball nach einem Eckball von Timo aus kurzer Distanz ins Tor. Ein frühes Tor war wichtig und die Mannschaft wollte nun mehr. Wenig später tauchte wiederum der stark spielende Marc Grimme vor dem Tor der Gutacher auf. Ein Zuspiel von Rafael verwerte Marc 20-Meter vor dem Tor mit einem strammen Schuss ins rechte Eck. Der Doppelschlag war gelungen und das Spiel gedreht. Doch in der weiteren Phase des Spiels gelang es unserer Mannschaft nicht das Spiel frühzeitig zu entscheiden. So passierte nach einem Eckball der Ausgleichstreffer von Gutach. Eine Ecke auf den langen Pfosten wurde von dem Spieler mit der Nummer 10 ins Zentrum geköpft. Der Ball konnte von uns nicht geklärt werden und der Spieler mit der Nummer 44 spitzelte den Ball ins Tor. Doch unser Team ließ den Kopf nicht hängen. Es waren noch 10 Minuten zu spielen und mit der Einwechslung von Nando war klar, dass die Mannschaft nun alles nach vorne wirft. In der 85. Minute wurde Didi herrlich in die Gasse geschickt. Mit all seiner Erfahrung legte er den Ball am Gutacher Torhüter vorbei, der einen Tick zu spät kam und Didi aus dem Tritt brachte. Der Schiedsrichter zögerte keine Sekunde und zeigte auf den Punkt – Elfmeter!!!
Didi nahm sich das Leder und verwandelte eiskalt zur erneuten Führung. Der Jubel war groß. Nach einer hektischen Schlussphase auf beiden Seiten steckte Nando den Ball auf Marc durch, der den Ball an der Mittellinie kontrollierte und mit einem Solo die Gutacher Abwehr abschüttelte. Marc veredelte das Solo mit einem platzierten Schuss ins linke Eck. Das Spiel war in der 90. Minuten entschieden. Der Jubel war umso größer. Nach drei Minuten Nachspielzeit beendete der Schiedsrichter die Partie. Und wir konnten den zweiten Sieg in Folge feiern.

 

19.08.2018 ⇒ FC Portugiesen I – SV St. Peter I 2:1 (1:0)

Albo sichert den ersten Dreier

Je oller, desto doller. Oder anders gewendet: wie guter Wein wird Albo mit zunehmendem Alter noch besser. Nach zwei Niederlagen musste ein Sieg her, doch der Weg dahin war beschwerlich. Das lag auch am Rasen, der verdorrt, vergilbt und staubtrocken war und so manchen Flachpass zu einer Hoppelpartie werden ließ, die den Angespielten vor Probleme bei der Annahme oder Verwertung stellte. Die Gäste schienen mit dem harten Geläuf besser zu Recht zu kommen, denn schon nach zehn Minuten hatten sie ihre erste gute Chance, die bei den Zuschauern für Schnappatmung sorgte. Doch nach gut einer halben Stunde gingen die Portos in Führung: Luis hatte sich in den Strafraum gedribbelt, wo er von den Füßen geholt wurde. Den Elfmeter drosch er unter die Latte zum 1:0; gut für seine Statistik, schlecht für seine Leiste. Fünf Minuten später ging ein Stürmer nach einem Pass in den Strafraum allein auf Albo zu. Offenbar konnte er sich zwischen den vielen Möglichkeiten für einen Abschluss nicht entscheiden und schoss den Ball schließlich in Albos Arme. Nur weitere fünf Minuten später eine weitere brenzlige Situation. Ein Stürmer war auf der linken Seite frei. Albo kam aus dem Tor und konnte mit einer Faust abwehren. Der Stürmer bekam den Ball wieder, doch seine Flanke war zu hoch und die Gäste konnten den Ball nicht kontrollieren. Der Abschluss ging dann über das leere Tor. Wieder war Kurzatmigkeit auf den Rängen angesagt. Die Portos retteten den knappen Vorsprung in die Pause.

Auch nach dem Wechsel war St. Peter die agilere Mannschaft. Oft konnten sie Bälle erobern, weil sie aggressiver in die Zweikämpfe gingen. Doch bei ihren Angriffen strahlten sie zunächst wenig Gefahr aus. Nach einer Stunde zeigte der für Luis gekommen Mark seine feine Technik, als er mehrere Verteidiger aussteigen ließ und dann für Timo auflegte. Der zog den Ball aber über die Querlatte. Das hatte offenbar Marks Bruder Jon inspiriert, seine Geschwindigkeit zu zeigen. Nur eine Minute später nahm er im Mittelfeld Tempo auf und zog aus vollem Lauf ab. Der Torwart konnte mit seiner besten Parade gerade noch zur Ecke abwehren. Die brachte wie alle anderen nichts ein. Besser machten es die Gäste Mitte der zweiten Halbzeit: Sebo konnte einem Stürmer gerade noch den Ball wegspitzeln. Als die Ecke hereinkam, konnte ein St. Petermer köpfen. Albo konnte mit einem Reflex abwehren. Doch der Abpraller wurde von einem St. Petermer ins Tor geköpft, die Abwehr war nicht wach genug. Nun meinten die Gäste, das Momentum sei auf ihrer Seite. Doch zum Glück wurde ihnen dieser Zahn schnell gezogen. Die beste Kombination der Portos in der zweiten Halbzeit wurde von Piero eingeleitet. Seinen Pass verlängerte Didi in den Lauf von Mark, der seinem Verteidiger davon lief und mit einem Flachschuss auf 2:1 stellte (75. Minute). Doch noch waren zwanzig Minuten zu spielen und die Hitze sorgte für bedächtige Pässe und viel Spiel „hintenrum“. Nach 80 Minuten warf sich Albo in einen langen Pass in den Strafraum und konnte den Ball vor einem Stürmer sichern. Auch in der verbleibenden Zeit plus fünf Nachspielminuten war auf Albo Verlass. Er war der Rückhalt, der den Sieg festhielt, man of the match.

 

15.08.2018 ⇒ FC Portugiesen I – FC Heitersheim I 1:4 (0:2)

Pokalaus in Runde 1

Die Heitersheimer kamen mit dem St. Georgener Urgestein Eugen Beck als Trainer. Der war noch etwas angefressen, weil der Spieltermin nicht verlegt worden war. Das schien auch seine Truppe motiviert zu haben, denn der Bezirksligist begann mit viel Tempo und dominierte die erste Halbzeit. Mit schnellen Pässen in die Tiefe wurden die Stürmer bedient und dann wurde es brenzlig im Strafraum der Portos. So in der 12. Minute, als ein guter Angriff der Gäste über rechts mit einem schlecht platzierten Kopfball abgeschlossen wurde. Mitte der ersten Halbzeit dann die Führung für die Heitersheimer: ein Stürmer lupfte den Ball im Mittelfeld über Naim, nahm ihn dann elegant mit und umspielte auch den nächsten Verteidiger. Von der Ecke des Strafraums brachte er die Flanke nach innen und dieses Mal saß der Kopfball zum 1:0 im Netz.
Zwei Minuten später wieder eine zu zaghafte Verteidigung, der Stürmer spaziert in den Strafraum und kann von Albo gerade noch gebremst werden. In der 35. Minute wieder ein Pass in die Gasse, der von einem Verteidiger noch verlängert wird, doch der Stürmer schießt knapp am Pfosten vorbei. In der 40. Minute konnte ein Angriff nur mit einem Foul unterbunden werden, mittig vor dem Strafraum. Diese gute Position wusste der Schütze zu nutzen und mit einem Direktschuss neben den Pfosten erhöhte er auf 2:0. Erst in der letzten Minute vor der Pause hatten die Portugiesen ihre erste nennenswerte Chance. Einen Freistoß konnte der Gästetorwart nur abklatschen, doch der Nachschuss war zu schwach und konnte von der Abwehr geblockt werden. Mit dem 0:2 zur Halbzeit waren die Portos noch gut bedient.

Offenbar hatte es in der Kabine einige Ansagen gegeben, denn nach dem Wechsel gingen die Portos engagierter zu Werke. Die erste Chance hatten aber wieder die Gäste, ein Kopfball ging knapp vorbei. Dann kamen die Portos zwei Mal gut vor das Tor, doch die Bissigkeit im Abschluss fehlte oder wie man früher zu sagen pflegte: ein Stürmer muss gädrig sein, er muss das Tor wollen. Diesen Willen zum Erfolg schienen die Gäste eher zu haben, in der 72. Minute trafen sie erneut ins Tor, doch der Schiri hatte en Abseits gesehen und gab den Treffer nicht. Im Gegenzug eine gute Position für die Portos, doch auch hier entschied der Mann mit dem gelben Hemd auf Abseits, bevor sich etwas entwickeln konnte. Eine Viertelstunde vor Schluss bekam Jon den Ball vor der Sechzehnerlinie. Während er versuchte, die Verteidiger auszustanzen, versuchten diese, den Ball oder ihn zu treffen. Der Schiri ahndete diese mit einem Freistoß, den Didi direkt verwandelte. Nun versuchten die Portos, den Ausgleich zu erzielen. Piero wurde kurz vor Schluss im Strafraum angespielt. Doch bevor er abschließen konnte, entschied der Schiri einmal mehr auf Abseits. Als Piero dennoch einschoss, bekam er gelb. In der 87. Minute erhöhten die Gäste nach einer Ecke auf 3:1, erneut war die Verteidigung nicht aggressiv genug. Im Gegenzug setzte Deks einen strammen Schuss knapp neben den Pfosten. Und statt des Anschlusses fiel dann noch das 1:4, als die Gäste den letzten Angriff im Nachschuss erfolgreich abschlossen. Der Abschied vom Pokalwettbewerb war berechtigt, auch wenn der Sieg um ein Tor zu hoch ausgefallen war.

 

12.08.2018 ⇒ SV Hochdorf I –FC Portugiesen I 1:0 (1:0)

Am Ende fehlt die Kraft

An die längere Pause zwischen dem Spiel der zweiten und der ersten Mannschaft muss man sich immer noch gewöhnen. Zumindest die Getränkeversorgung war bei den heißen Temperaturen gewährleistet. Auch für die Spieler auf dem neuen Kunstrasen der Hochdorfer, denn dort dürften es gefühlte 10-15 Grad wärmer gewesen sein als an der Bande. Angeblich war der Rasen nicht bespielbar nach den letzten warmen Wochen. Erwartungsgemäß kamen die Hochdorfer mit dem Untergrund besser zurecht und waren anfangs die tonangebende Mannschaft. Nach einer Viertelstunde gingen sie dann auch in Führung. Mit einem Ball in die Tiefe wurde die Abwehr der Portos entblößt und der Stürmer traf mit einem Flachschuss aus zehn Metern halblinks vor dem Tor. Fünf Minuten legte Jan Löffler seinen früheren Sturmkollegen Luis unsanft. Der Freistoß kam in den Strafraum, sprang beim ersten Schussversuch einem Verteidiger an den Arm, doch der Schiri ließ weiterspielen. Luis versuchte es noch mit einem Fallrückzieher, der ging aber neben das Tor. Im Gegenzug hatten die Portos Glück, als ein schneller Angriff der Heimelf am Pfosten landete. Nach einer halben Stunde setzte Didi einen Kopfball nach einer Ecke neben das Tor. Bei der nächsten Ecke landete der Abpraller wieder bei einem Portugiesen, der aber über das Tor traf. Auf der anderen Seite konnte Albo nach einer Flanke aus kurzer Entfernung zur Ecke klären. Dann setzten die Portos einen Freistoß vorbei. Kurz vor der Pause kam ein weiteren Hochdorfer mit Portugiesen-Verbindung zu guten Szenen: Elia, der Sohn von Franco traf erst einen Verteidiger auf der Linie, statt die leere Ecke anzuvisieren. Kurz vor der Pause setzte er einen Ball über das Tor. Aber bis zur Klasse seines Vaters kann er noch reifen, er spielt ja noch A-Jugend.

In der zweiten Halbzeit wurden die guten Szenen rarer, die Akteure zollten der Hitze Tribut. Dennoch blieb das Spiel über die gesamte Distanz spannend. Die Hochdorfer hatten zwar ein deutliches Chancenplus, vermochten daraus aber nichts Zählbares herauszuschlagen. Die Portugiesen mühten sich nach Kräften, aber selbst auf dem kleineren Kunstrasen zeigten sich gegen Ende der Partie, dass noch einige Prozent fehlen, um den Gegner gegen Ende des Spiels noch einmal unter Druck zu setzen. Dennoch hatten die Portugiesen noch zwei gute Chancen: nach einem Freistoß kam Luis im Sechzehner an den Ball, konnte die Pille aber nicht im Tor unterbringen. Und dann eine gute Flanke von rechts, die Nando in seinen besten Zeiten sicher erreicht und wahrscheinlich verwandelt hätte. An diesem Sonntag blieb nur kollektives Stöhnen der Zuschauer. Auch die Nachspielzeit brachte Szenen an beiden Enden des Feldes, aber keine Tore. So blieben die Punkte schließlich in Hochdorf und uns die Erkenntnis, dass uns auch in der Kreisliga B nichts geschenkt wird.

 

05.08.2018 ⇒ FC Portugiesen I – VfR Umkirch I 2:5 (0:2)

You are making me Sick, Raul

Die Portugiesen hatten einen guten Start in die Saison mit dem Pokalsieg gegen Mezepotamien, doch im ersten Punktspiel gab es einen Dämpfer. Wenn ein Spieler seine fußballerische Ausbildung beim Sport-Club hier in Freiburg genießt, ist er für die Kreisliga B eigentlich überqualifiziert. So ein Spieler kann dann ein Spiel in den unteren Regionen prägen und entscheiden. Deshalb gilt es, diese Akteure aus dem Spiel zu halten, was den Portos an diesem Sonntag nicht gelang. Die ersten vier Tore gingen auf das Konto von Raul Sick, eines davon kurz vor der Halbzeit, nachdem er zuvor einen Elfmeter verwandelt hatte, so dass die Gäste mit einem beruhigenden Vorsprung in die Pause gingen.

Diese Führung bauten sie (oder baute Sick) zehn Minuten nach dem Wechsel weiter aus. Und auch der vierte Treffer ging auf sein Konto. Hoffnung keimte bei den Portugiesen auf, als Luis nach einem Elfmeter auf 1:4 verkürzen konnte. Offenbar hat Luis sein Elfmeter-Trauma überwunden. Aber schon fünf Minuten später stellten die Gäste den Vier -Tore Abstand wieder her und erhöhten in der xx Minute auf 5:1. Die Portugiesen zollten wohl auch der Verlängerung im Pokalspiel kräftemäßig Tribut. Wir haben zwar auch einen Torjäger, doch der zweite Treffer von Luis war an diesem Tag nur Ergebniskosmetik. Auch in der Kreisliga B wird uns nichts geschenkt werden, Nun gilt es gegen Hochdorf schnell wieder in die Spur zu kommen.

 

26.07.2018 ⇒ FC Portugiesen I – FC Mezepotamien 2:1 n. V. (1:1, 0:0)

Der Pokal und seine Besonderheiten

Die Ironie der Auslosung des Verbandes führte die zwei Mannschaften gegeneinander, deren Plätze in den Ligen vom Verband getauscht worden waren. Die Gäste begannen stark, sie wären in der letzten Saison vermutlich auch aufgestiegen, hätte es jenen unrühmlichen Stuhlwurf in Reute nicht gegeben, der zu einer zweimonatigen Sperre der Mesos geführt hatte. So war die Abwehr der Portos in der ersten halben Stunde gut beschäftigt. Schon nach zehn Minuten hatten sie Glück, dass ein durchgebrochener Stürmer Alberto traf statt das Tor. Nach einer Viertelstunde war die Abwehr wieder indisponiert und die Zuschauer atmeten tief durch, als der Stürmer die Hereingabe knapp neben den Pfosten platzierte. In Folge standen die Portugiesen etwas besser und schafften es im Verlaufe der ersten Halbzeit, eigene Angriffe vorzutragen. Der einzig wirklich gefährlich endete mit einem Flachschuss von Piero, der neben dem Pfosten ins Toraus ging.

Auch die zweite Halbzeit begann zäh. Die Mesos waren immer dann gefährlich, wenn sie den Ball schnell auf die Außen legten. Diese waren pfeilschnell und brachten gefährliche Hereingaben nach innen. Diese wurden aber vergeben oder landeten bei Alberto. So hatten Mitte der zweiten Halbzeit die Portos eine gute Aktion. Als sich Riccardo über rechts gut durchgesetzt hatte und auf Didi flankte, traf der aber mit seinem schwächeren Fuß über das Tor. Nur zwei Minuten später setzte sich Luis von der linken Seite durch, schlenzte den Ball aber über das Tor. Eine Viertelstunde vor Schluss dann die Führung für die Portos. Timo brachte einen Freistoß von links in den Strafraum und Luis platzierte den Kopfball mit Technik ohne viel Druck, so dass der Torwart der Gäste vergeblich flog. Der Keeper stand sieben Minuten später wieder im Zentrum des Geschehens. Nach einem langen Ball versuchte Piero zwischen Verteidiger und Torwart an den Ball zu kommen. Als der Verteidiger abstoppte, berührte Piero ihn und der Verteidiger seinen Torwart. Dieser fiel theatralisch und mit Geschrei. Der Schiri zeigte Piero daraufhin die gelb-rote Karte und die Portos waren nur noch zu zehnt. Nun witterten die Mesos Morgenluft und schlugen lange Bälle, um keine Zeit zu verlieren. Die Portugiesen versuchten es ebenfalls mit langen Bällen, um die Zeit herunterlaufen zu lassen, was nur bedingt gelang. Als die Nachspielzeit schon fast abgelaufen war signalisierte der Schiri bei einer Gästeecke, dass dies die letzte Aktion sei. Die Ecke kam herein und wurde unglücklich zu einem Spieler an der Strafraumgrenze geklärt. Der fasste sich ein Herz, zog ab und traf mit der letzten Aktion des Spiels zum Ausgleich. Die Zuschauer waren bestürzt. Die Trainer wollten es nicht wahrhaben und begannen eine Diskussion mit dem Schiri, während die Spieler versuchten, die Muskeln für die Verlängerung zu lockern.

Das Momentum war auf Seiten der Mesos und diese versuchten sofort, die Offensive fortzusetzen. In der 100. Minute beinahe die Führung für die Gäste: nach einer Ecke kam der Ball zum agilen Linksaußen der Mesos. Er nahm den Ball direkt, doch Riccardo konnte den Ball am Pfosten von der Linie schlagen. Die Portugiesen schleppten sich förmlich in die Halbzeit der Verlängerung. Die Zuschauer hofften auf ein Elfmeterschießen, die Portos waren mit den Kräften am Ende. Doch drei Minuten nach dem Wechsel legte Didi den Ball zwischen zwei Verteidigern durch und ging in den Sechzehner. Seinen scharfen Schuss konnte der Torwart abwehren. Als der Ball den Strafraum fast verlassen hatte, erlief sich Luis den Ball und wurde von einem Gästespieler zu Fall gebracht. Der Schiri zeigte zum Entsetzen der Gäste sofort zum Elfmeterpunkt. Luis trat selbst an. Doch der Torwart war am Ball und lenkte diesen an den Pfosten, von wo er hinter die Linie kullerte. 2:1 für die Portugiesen! Nun waren die Mesos gefrustet und nach einem harten Foul im Anschluss an einen abgewehrten Angriff sah der Foulende direkt rot. Mit gleicher Spielerzahl und der Führung war der Sieg greifbar. Aufopferungsvoll kämpften die Portos bis zum Schlusspfiff. Ein toller Sieg zum Pokalauftakt!

 

 

 

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