Das Spiel hatte kaum begonnen, lagen die Portos schon zurück (05.). Quim, der das Spiel gut leitete, entschied nach einem ungeschickten Foul im Strafraum auf Elfmeter. Dieser landete scharf geschossen im Knick, keine Chance für Kenny. Doch die die Portos kamen bald zum Ausgleich. Nach zehn Minuten wurde Tim über die linke Seite steil geschickt und passte gut nach innen zu Luis. Der dreht sich um den Verteidiger und legt dann quer zu Kevin, der nur noch einzuschieben brauchte. Die Führung wäre in der Folge möglich gewesen. Nach einem weiteren guten Flankenlauf brachte Tim einen guten Ball nach innen, doch Luis köpfelte am Tor vorbei. Und in der 18. kam ein langer Pass zu Luis. Kurz vor dem Fünfer nahm er den Ball auf den linken Fuß, scheiterte aber am herauslaufenden Torwart. Und Mitte der ersten Halbzeit war es wieder Luis, der allein auf den Torwart zulief und den Ball knapp neben den Pfosten setzte. Und so kam es wie es kommen musste, nach einer halben Stunde zeigten die Gäste Effektivität und legten wieder vor. Allerdings auch hier großzügig unterstützt von der Heimelf. Ein Verteidiger legt den Ball quer in die Mitte, der Stürmer sprintet dazwischen und hat freie Bahn auf das Tor. Er lässt Kenny aussteigen und schiebt in das leere Gehäuse ein. Wieder kam die Antwort postwendend: nur drei Minuten später brachte Tim wieder ein gute Flanke von der rechten Seite in den Sechzehner. Luis nahm den Ball an und vollendete zum Ausgleich (35.). Die Portos wollten nun mehr und griffen an, liefen aber kurz vor der Halbzeit in einen Konter. Der Mittelfeldspieler half beim Zweikampf wohl mit einem Handspiel nach, das Quim aber nicht sehen konnte, um in Ballbesitz zu bleiben. Dann kam der Pass auf den Flügel, von wo der Stürmer in den Sechzehner zog und flach einschoss zur Pausenführung der Mesos. Diese wäre nach einem weiteren Fehlpass in der Verteidigung um ein Haar noch höher ausgefallen, aber Kenny konnte gegen den durchlaufenden Stürmer klären.
Nach der Pause erwarteten die wenigen Zuschauer ein Aufbäumen, aber außer einem satten Schuss von Luca Micelli nach fünf Minuten, den der Keeper abwehren konnte, zeigten die Portos wenig Durchschlagskraft in der Offensive. Die Gäste zogen sich zurück und verlegten sich aufs Kontern, wobei sie die Abwehr ein um das andere Mal in Schwierigkeiten brachten. Andererseits ließen sie sich bei ihren Aktionen viel Zeit, störten damit auch den Spielfluss. Hinzu kamen viele Diskussionen mit Quim, und taktische Fouls. Diese Cleverness ließen die Portos einmal mehr schmerzlich vermissen und liefen so bei einem schnellen Angriff der Mesos hinterher. Der Stürmer passte uneigennützig nach innen, der mitgelaufen Kollege machte mit dem Brettchen alles klar (82.). Die Portugiesen schafften es in den letzten zehn Minuten nicht, eine zwingende Chance herauszuspielen und so hätte auch eine längere Nachspielzeit nichts eingebracht, die Mesos machten dicht und brachten die drei Punkte routiniert nach Hause (ist ja auch nicht weit).