Einen Steinwurf vom Kirchhofener Sportplatz hängt der Besen der berühmten Lorenz Straußi. Und auch für den FCP wurde der Auftritt im Ehrenkirchener Ortsteil zu einem verhexten. Das begann schon mit dem Wetter: Orkanböen und Regenschauer zogen übers Feld. Ein leichter Chipball geriet mitunter zum 60-Meter-Schlag und umgekehrt. Die wenigen Zuschauer duckten sich mit abgeklappten Schirmen unters Vordach. Einzig Sebo trotzte mit kühlem Pils der Sturmgewalt!
Es ging weiter mit dem Spielverlauf: „Wir hätten noch 2 Stunden weiter spielen können, der Ball wäre nicht reingegangen“, resümierte Trainer Torres nach dem Spiel. Dabei war eigentlich alles gut: Gefühlte 80 % Ballbesitz, ansehnliche Kombinationen, intelligente Raumaufteilung, eine taktische Variante mit der Dreierkette - Vieles schien an dem Tag zu passen.
Doch die wenigen ganz ganz dicken Chancen ließen wir leider liegen. Und wenn der glänzend aufgelegte, elfmeterkillende Torwart geschlagen war, half ihm das Aluminium. Auf der anderen Seite stand ein recht simpel kickender Gegner mit ganz wenig Entlastung, aber einer 100-prozentigen Chancenausbeute. Ein Gegentor surrealer als das andere. Wenn auch bei genauer Betrachtung durch individuelle Fehler begünstigt.
So verließ man in einem denkwürdigen Spiel - und auch das war irgendwie komisch - den Ort des Geschehens mit einem guten Gefühl und einer der besseren Saisonleistungen, obwohl man mit vier Toren verloren hatte. Der Auftritt macht Hoffnung auf mehr. Jetzt brauchen wir nur noch das Quäntchen Glück und etwas mehr Überzeugung in den Boxen, um die letzten Punkte vor dem Winter im Schönbergstadion zu behalten.