Das Nachholspiel brachte einen gelungen Start nach der Winterpause. Bei frühlingshaftem Wetter gingen die Portos nach zehn Minuten in Führung. Niggi (oder Siggi?) spielte einen langen Diagonalpass auf den rechten Flügel. Eli nahm den Ball mit und lupfte ihn mit einer schönen Bogenlampe über den Stegener Keeper zur frühen Führung ins Netz. Die Stegener bauten behutsam auf, im letzen Drittel profitierten sie dann aber eher von Unkonzentriertheiten der Abwehr als von guten Pässen. Nach gut einer halben Stunde zeigte Kenny eine gute Flugeinlage, als ein Stürmer den Ball annehmen und aus der Drehung abschließen konnte. Auch unkonventionelle einarmige Rettungskationen umfasst sein Repertoire. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte bekamen die Gäste vom gut leitenden Marlon einen Freistoß zugesprochen. Die Zuordnung im Zentrum stimmte einmal mehr nicht und so glichen die Stegener quasi mit dem Halbzeitpfiff aus.
Im zweiten Abschnitt kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Die Portos pressten unkoordiniert mit zu wenigen Spielern und eröffneten so Räume für Angriffe der Gäste. Mit zunehmender Spieldauer flogen Kenny die Bälle um die Ohren. Als Marlon eine Minute Nachspielzeit anzeigte, ging es nur noch darum, den Ball vom eigenen Tor wegzuballern. Aber dann leisteten sich die Gäste bei einem langen Ball ein Foul in aussichtsreicher Position. Und Benny schlenzte den Ball über die Mauer gefühlvoll ins Dreieck, der gute Stegner Keeper flog vergeblich. Wie in der ersten Hälfte brachte die letzte Aktion das Tor und dieses war drei Punkte wert, denn nach dem Anspiel war alsbald der Schlusspfiff zu hören. Um ein Tor gebettelt und es dann selbst gemacht. Das lockte dann sogar wieder die Sonne hinter den Wolken hervor.